Copaiva – Erste Duftbegegnung & persönliche Erfahrung

Copaiva

Warum haben wir uns nicht schon früher kennengelernt?

In Kürze / Inhaltsübersicht

  • Erste Begegnung – warum Copaiva plötzlich meine Aufmerksamkeit geweckt hat
  • Zwei Düfte, zwei Charaktere – Destillat und Balsamharz im ersten Vergleich
  • Was ich wahrnehme – warme, weiche und überraschend frische Duftnuancen
  • Was der Duft mit mir macht – Ruhe, Zentrierung und eine Herzensumarmung
  • Deeks entscheidet mit – warum mein kleiner Druide einen anderen Favoriten hatte
  • Eine persönliche Erkenntnis – Verbundenheit bedeutet nicht dieselben Vorlieben zu haben

Erste Begegnung mit Copaiva 
– ein warmer Sommersonntag Anfang August

Es gibt Düfte, die einen zunächst ein wenig herausfordern. Und dann gibt es jene, die einen vom ersten Moment an willkommen heißen – bei denen man sich fragt, warum sich die Wege nicht schon viel früher gekreuzt haben.

Genau so ging es mir mit Copaiva.

Dem Namen war ich schon mehrfach begegnet. Doch erst beim Schreiben des Skriptes für die Vertiefung der Verhaltens-Aromatherapie blieb ich an den Beschreibungen hängen. Wie so oft wurde aus Neugier schnell eine Bestellung und wenig später durften gleich zwei unterschiedliche Varianten bei mir einziehen: ein destillierter Copaivabalsam und das reine Copaivabalsamharz.

Copaiva – destillierter Balsam

Copaifera langsdorffii – Copaivabalsam Spezial (Maienfelser)

Der erste Eindruck ist warm und weich, gleichzeitig aber von einer überraschend frischen, leicht zitrischen Note durchzogen. Im Hintergrund schwingt eine feine Vanillenote mit. Dazu kommt ein grüner Duftaspekt, den ich noch nicht ganz greifen kann, frisch, lebendig und doch sanft.

Schon nach wenigen Atemzügen stellt sich das Gefühl ein, einfach durchzuatmen. Die Augen möchten sich schließen. Der Körper kommt zur Ruhe, die Gedanken werden leiser und die Aufmerksamkeit richtet sich ganz nach innen.

Im Vergleich zum Harzbalsam wirkt beim destillierten Balsam die zitrisch-grüne Frische deutlich präsenter und verleiht ihm eine gewisse Leichtigkeit.

Copaiva – Balsamharz

Copaifera reticulata – Copaivabalsamharz

Das Harz begegnet mir noch weicher und runder. Samtig warm legt sich der Duft um mich, getragen von sanften Vanille- und Honignoten. Die frische Nuance bleibt erhalten, tritt jedoch deutlich in den Hintergrund.

Fast unmerklich sinken die Schultern. Die Atmung vertieft sich. Für einen kurzen Moment entsteht ein feines Kribbeln im Kopf, bevor sich ein ruhiger, zentrierter Zustand einstellt.

Das Gefühl erinnert mich an die Herzensumarmung aus dem Tellington TTouch® - dieses tiefe Empfinden von Geborgenheit, innerer Wärme und sanfter Präsenz.

Während der destillierte Balsam durch seine frische, grüne Lebendigkeit berührt, wirkt das Balsamharz wie eine warme Umarmung: weich, nährend und zutiefst beruhigend.

Und natürlich durfte auch Deeks mitentscheiden.

Wie so oft war mein kleiner Druide sofort zur Stelle, als die beiden Düfte auf dem Tisch standen. Ohne Zögern nahm er beide wahr und traf dann eine erstaunlich klare Entscheidung.

Sein Favorit war der destillierte Copaivabalsam. Nachdem er zunächst beide Düfte erkundet hatte, kehrte er noch einmal ganz bewusst zum Destillat zurück und nahm einen zweiten, langen Zug, dieses ruhige, konzentrierte Nachriechen, das ich bei ihm inzwischen gut kenne.

Ich finde solche Momente immer wieder faszinierend. Sie sind kleine Beobachtungen, die meine eigene Wahrnehmung ergänzen und mich darin bestärken, Düften mit Offenheit und Neugier zu begegnen.

Verbunden – und doch verschieden

Noch spannender finde ich dabei, dass unsere Vorlieben gar nicht dieselben sind.

So sehr mich beide Düfte berühren, mein heimlicher Favorit ist das Copaivabalsamharz. Seine warme, samtige Tiefe, die feinen Honig- und Vanillenoten und dieses Gefühl einer sanften Umarmung sprechen mich ganz besonders an.

Deeks dagegen entschied sich eindeutig für den destillierten Copaivabalsam. Obwohl er sehr eng an mich gebunden ist und wir viele Dinge gemeinsam erleben, traf er seine ganz eigene Wahl.

Ich liebe genau solche Momente. Sie erinnern mich daran, dass Düfte keine Einbahnstraße sind und dass unsere Hunde nicht einfach unsere Vorlieben spiegeln. Jeder nimmt sie auf seine eigene Weise wahr, jeder setzt seine eigenen Schwerpunkte. Für mich ist das jedes Mal eine Einladung, noch genauer hinzuschauen – und den Hund als eigenständiges Gegenüber wahrzunehmen.

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